Mit dem Bulli durch Polen

"Wieso denn nach Polen?!", "Urlaub in Polen?", "Macht das mal, das ist der Hammer dort!" Viele Reaktionen, nur eine logische Antwort: Halbgas mit dem VW T3 entlang der Ostseeküste bis nach Danzig!

Tag 1: Hannover - Ludwigslust - Ostsee

Das erste Ziel ist erreicht: Über Ludwigslust zur Ostsee. Bulli läuft rund und die maximale Reisegeschwindigkeit beträgt 80km/h (sofern man will).

Tag 2: Usedom nach Polen

Standort: Usedom, kurz vor der polnischen Grenze. Inmitten einer Idylle aus Dünen und Bäumen haben wir Zelt und Bulli abgestellt. Das Rauschen des 50 Meter entfernten Meeres und der Wind in den Bäumen haben zu einem hervorragenden Schlaf geführt. Vor allem nach ein wenig Rotwein und Fury In The Slaughterhouse aus der Jambox.

Tag 3: Westpommern

Polen, wildcampen, Bier 60 Cent. Der Hammer.
Wir haben ein ruhiges Plätzchen direkt hinter einer großen Düne am Meer gefunden. Habe schon lange nicht mehr so viele Sterne nachts gesehen...

Tag 4: Pucki, Powiat Słupski und Hel

Ein weiterer astreiner Tag in Polen. Nach einer langen Fahrt durch fast unberührte Natur erreichten wir den Slowinzischen Nationalpark mit seinen wüstenähnlichen Dünen. Die Zivilisation nahm mit jedem Kilometer ab und der Reichtum an Tieren und Wildnis stetig zu. Eine kilometerlange Einbahnstraße.

Zweites Highlight des Tages war die Halbinsel Hel. Stark vom polnischen Tourismus geprägt, zieht sich das schmale Land über 35 km ins Meer hinein. Wir ergatterten einen kleinen Platz zum Aufbau unseres Zeltes im polnischen Urlaubs-Herz. Es herrschte eine sehr freundliche und entspannte Atmosphäre auch wenn der Ort ziemlich überfüllt war und eine ziemlich surreale, von Coca Cola gesponserte D-Day Feier stattfand.

Tag 5: Danzig

Heute haben wir unser Hauptziel erreicht: Gdansk.
Der Einfluss Lübecker Kaufleute auf das Stadtbild ist unverkennbar und so lohnte es sich kaum den Fotoapparat wegzustecken. Da unsere Zeit für einen Aufenthalt allerdings doch recht knapp war, haben wir uns auf einen Stadtbummel und die Besichtigung und Erklimmung der Marienkirche beschränkt. Letzteres bot, trotz anstrengenden Aufstiegs, einen wirklich großartigen Blick über die Stadt.

Für den Abend stand wieder wildcampen an der Ostsee auf dem Plan. Bei einem Pott Gulasch besuchte uns ein guterzogener schwarzer Labrador, der den Abend mit uns am Feuer verbrachte.

Tag 6: Rückweg, Stettin, Alt-Schwerin

Der Rückweg nach Deutschland. Frisch gestärkt mit einer Dose Tatra ging es heute Vormittag entlang der Küste bei Łeba weiter südwestlich Richtung Stettin.

Noch ein kurzer Halt um die letzten Zloty für Warka, Żywiec und köstliche Krakauer rauszuhauen und dann ging es weiter an die Mecklenburger Seenplatte. Es erwarteten uns die freundlichsten Menschen der letzten sieben Tage (inklusive einer Familie aus Hannover die aus dem Staunen über den Bulli nicht mehr raus kam) und ein Stellplatz mit 10 Metern Entfernung zum Plauer See. Das Schwimmen gestaltete sich allerdings aufgrund der geringen Tiefe des Sees eher als Herausforderung, da einem selbst nach 150m das klare Wasser gerade mal bis zum Oberschenkel ging. Astreiner Ausklang für den letzten Abend der Reise.


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