Autoradio - Von Kassette zu CD zu Spotify

Nein, keine Sorge. Von den zahllosen Stunden vor dem Kassettendeck als Kind und Jugendlicher will ich hier lieber gar nicht erst anfangen. Mit der CD, der MP3 und dem Wiederentdecken des Vinyls dachte ich eigentlich, dass sich die Wege von mir und Kassette nicht mehr kreuzen. Nun ja, das ging nur so lange gut, bis der BMW E24 vor der Tür stand.

Da war es wieder: Ein dumpfes Geleiere aus einem Ford Radio mit dunkel grünem Display, kaum lesbar, das so gar nicht in diesen BMW passen wollte. Die Höhen fehlten völlig, aber wenn man den Drehregler bis zum Anschlag, und dann auch noch gegen sein natürliches Ende weiter drehte, war das Klangbild tatsächlich etwas annehmbar. Stereo? Keine Ahnung, irgendwas kommt da aus dem Fußraum, auf der einen Seite lauter, auf der anderen leiser.
Wie bei vielen anderen Dingen in den ersten Wochen mit einem Oldtimer überraschte es mich nicht, wie schnell dieser Klang von damals auf einmal wieder akzeptabel für mich war. Viel schlimmer noch: Der Nostalgie-Flash setzte mit geballter Ladung ein. Ich durchstöberte die alten Tapes aus meinen Jungendtagen auf der Suche nach etwas, das nicht nur aus Radioprogramm bestand. Und all die Erinnerungen kamen mit dem ersten Einlegen des kleinen Plastikwunders von alleine wieder hoch.

"Dieses Radio aus dem Oldtimer werfen? Im Leben nicht! Als Zeitzeuge darf einfach kein Kirmes-China-Blink-Radio in dieses Auto!"

Ich hörte Lieder wieder vom Anfang bis zum Ende. Huldigte jeder Sekunde dem kreativen Schaffen des Künstlers und warf nur einen verachtlichen Blick auf die Zeit, in der ich mit dem MP3-Radio jeden Song nur noch für 30 Sekunden hörte und direkt zum Nächsten wechselte.

Ich kaufte mir eine neue Anlage. Die Technics SU 7700 aus den 70er stand sowieso schon lange auf meiner Wunschliste, da kam es wie gerufen, dass neben dem Tuner und dem Verstärker auch ein Kassettendeck dazugehörte. Leerkassetten? Fix im Internet bestellt. Und schon ging es los. Nicht ganz wie damals aber doch orientiert an einer Art Zeremonie: Kaffee gekocht, das iPad an die Anlage angeschlossen, die Songs von Spotify und Youtube abgespielt und immer im möglichst passenden Moment versucht, PLAY, RECORD, oder PAUSE zu drücken.
Gut, hier mal eine Sekunde mehr von einem anderen Lied, da mal zu viel Stille... war halt damals auch so. Passt!
Playlist ins kleine Umschlagkärtchen geschrieben und ein schönes Cover dazu in Photoshop erstellt und ausgedruckt.

Dieses Zelebrieren war Balsam. Also nahm ich in den kommenden Wochen gleich noch drei weitere Kassetten auf.
 

Hmm, CDs hab ich doch auch noch so viele...

Aber der Alltag holte mich schneller ein als es mir lieb war. Bei mehrstündigen Fahrten mit dem 6er ging mir auch irgendwann jede B-Seite nur noch auf die Neven. Wie schön wäre jetzt doch nur die schier endlose Musikbibliothek von Spotify!

Und so kam es nach dem Roadtrip entlang der deutschen Alpenstraße, dass ich das Kassettenradio raus warf und gegen ein Sony CD-Radio mit Klinkeneingang wechselte.
Wahnsinn welche (Klang-) Welten zwischen diesen beiden grauen Klötzen lag. Das sollte es sein.
CDs habe ich genug, Hunderte sogar, damit sollte es nicht langweilig werden auf den kommenden Fahrten. "Und selbst wenn, dann schließe ich das iPhone halt einfach per Klinke an."

Und es nahm wieder seinen Lauf: Anfangs viele CDs gehört, dann doch häufiger das iPhone angeschlossen und zum guten Schluss dann nur noch Spotify gehört. Das Smartphone lag nervend in der Mittelkonsole, das Kabel schlängelte sich um den Schaltknauf und der Klang über Klinke... man... das kann's doch auch nicht sein.
 

Also wieder alles von Vorne?

Und so stand ich wieder vor der Recherche nach einem passenderen Radio. Kassette ok, kann ich im schlimmsten Fall drauf verzichten. Aber die Vorzüge eines Bluetooth fähigen Radios sollten dann doch bitte dabei sein. Optisch muss es aber auch passen. Einfarbiges Display, lieber schlicht als verspielt... eine Suche, die man schnell wieder aufgibt.

Und wenn man gar nicht erst Sucht, meint es der Zufall manchmal doch gut mit einem selbst. Mir fiel das CDD7418UB-OR von Continental ins Auge. Mein erster Gedanke war "Moment, die bauen Autoradios? Und dann auch noch so was nostalgisch anmutendes?"
Aber die Bewertungen, die Funktionen (CD, Bluetooth, Freisprecheinrichtung, USB, DAB etc.) und vor allem die Optik haben mich dann doch überzeugt. Das soll mein Radio 2018 werden!

Damit kommt dieser Kauf gleich auf die Agenda für die neue Saison. Vom Einbau und der Optik werde ich dann hier natürlich umgehend berichten.

Also wieder alles von Vorne?

Und so stand ich wieder vor der Recherche nach einem passenderen Radio. Kassette ok, kann ich im schlimmsten Fall drauf verzichten. Aber die Vorzüge eines Bluetooth fähigen Radios sollten dann doch bitte dabei sein. Optisch muss es aber auch passen. Einfarbiges Display, lieber schlicht als verspielt... eine Suche, die man schnell wieder aufgibt.

Und wenn man gar nicht erst Sucht, meint es der Zufall manchmal doch gut mit einem selbst. Mir fiel das CDD7418UB-OR von Continental ins Auge. Mein erster Gedanke war "Moment, die bauen Autoradios? Und dann auch noch so was nostalgisch anmutendes?"
Aber die Bewertungen, die Funktionen (CD, Bluetooth, Freisprecheinrichtung, USB, DAB etc.) und vor allem die Optik haben mich dann doch überzeugt. Das soll mein Radio 2018 werden!

Damit kommt dieser Kauf gleich auf die Agenda für die neue Saison. Vom Einbau und der Optik werde ich dann hier natürlich umgehend berichten.


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